Projekte

Projektwettbewerb "Ungarisch-österreichische Beziehungen"

discussion © Csire/Universität Wien

Vertiefung von Sprachkenntnissen und multikultureller Kommunikation

In 2016 wurde das Sommerkolleg für österreichische und ungarische Studierende das 5. Mal vom Lehrstuhl für Ungarisch als Fremdsprache der ELTE Universität durchgeführt. Insgesamt haben 6 österreichische und 16 ungarische Studierende am Sommerkolleg teilgenommen. Am stärksten vertreten waren ELTE, PPKE und der BME.

Die ungarischen Studierenden erwiesen sich als gute Gastgeber: Es gab ein abwechslungsreiches Freizeit- und Kulturprogramm und standen den österreichischen Gästen mit Rat und Tat zur Seite. Inhaltlich wurde auch einiges abgedeckt:

Sprachunterricht und Vorlesungen.

Landeskunde, kulturelle und andere Programme: in den ersten Tagen ging es gleich mit einer mehrstündigen Stadtbesichtigung mit deutscher Führung los. Bei der Exkursion am Balaton gab es einige Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Besichtigungen wurden in deutscher und ungarischer Sprache angeboten: Nationalmuseum, Parlament, Stephans Basilika, Schloss vohn Gödöllö

Immobilisierung von Arsen und Chrom in Böden mittels Braunkohlen

Christina Streli_16HISS © Mihucz
Peter_Wobrauschek_16HISS © Mihucz
Sample_treatment © Mihucz
TXRF_carriers © Mihucz

Das Institut für Chemie der ELTE in Budapest reichte gemeinsam mit dem Atominstitut der Technischen Universität erfolgreich einen Projektantrag mit dem Titel "Studie zur Immobilisierung von Arsen und Chrom in Böden mittels Braunkohlen" ein.

Hauptziel der Untersuchung war es, die Eignung von Braunkohle als Immobilisierungsmittel für mit Arsen und Chrom kontaminierte Böden zu untersuchen. Die quantitative Konzentrationsbestimmung dieser beiden Elemente wurde nach verschiedenen Methoden der Auslaugung mittels leistungsstarker und kosteneffizient er atomspektrometrischen Techniken wie die Totalreflexions-Röntgenfluoreszenz-Technik, die im Atominstitut in Wien zur Verfügung steht, durchgeführt. Es wurden zwei Arten von Böden untersucht: ein saurer Sandboden aus Nyírlugos (Ungarn) und ein kalkiger (alkalischer) Boden aus Őrbottyán (Ungarn). Als Immobilisierungsmittel wird extrahierte Braunkohle aus Visonta (Ungarn) verwendet. Es enthält keine giftigen Bestandteile in jener Konzentration, die die in der Verordnung Nr. 36/2006 des ungarischen Ministeriums für Landwirtschaft über die Zulassung, Lagerung und den Vertrieb von Pflanzenwachstumsmitteln festgelegte Grenze überschreitet.

Das sekundäre Ziel der Arbeit war die Entwicklung eines automatisierten SPE – TXRF-Verfahren zur Bestimmung von As-Spezies in Bodenproben. Das entwickelte Verfahren kann für Screeningszwecke in der Umweltrisikobewertung eingesetzt werden. Die Ergebnisse des Projekts geben Aufschluss über die sichere Verwendung von mit Arsen oder Chrom kontaminiertem Böden für die landwirtschaftliche Nutzung.

Sommerschule Sopron: Umwelt- und Klimaschutz

SummerSchool © University of Sopron
Exkursion © University of Sopron

Die internationale Sommerschule in Sopron bot den TeilnehmerInnen der Universität Sopron, Universität für Bodenkultur Wien und der TU Budapest eine Woche intensive Auseinandersetzung mit der spannenden Thematik des Umwelt- und Klimaschutzes.

Die Sommerschule, die im Rahmen der Aktion Österreich - Ungarn gefördert wurde, fand zwischen dem 20. und dem 26. August 2017 statt. Der wichtigste Veranstaltungsort war die Universität Sopron, Fakultät für Pädagogik. Darüber hinaus nahmen im Projekt die BOKU Universität für Bodenkultur in Wien und die TU Budapest aktiv teiDie internationale Sommerschule 2017 behandelte ein sehr aktuelles Thema. Über die Vorlesungen hinaus wurden drei Orte (Sopron, Wien, Budapest), sowie fast ein Dutzend unterschiedliche Institutionen besucht.

Insgesamt nahmen 110 BSc-, MSc- und PhD-StudentInnen teil. Für den positiven Abschluss gab es 2-5 ECTS.

In den fünf Tagen haben etwa 30 leitende Professorinnen, Forschende und Fachleute von führenden in- und ausländischen Universitäten Vorlesungen gehalten.

Die Arbeitssprache war Englisch, Ziel war es, die Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes in Bezug auf die aktuelle politische Lage zu behandeln, das Bewusstsein zu stärken und die Bedeutung der Umwelt und des Klimas in Europa und in der Welt zu zeigen. Innerhalb dieses Komplexes hat man das Thema der internationalen Tagespolitik näher betrachtet. Man konnte feststellen, dass die Bedeutung des Klima- und Umweltschutzes ständig zunimmt. Heute bedroht der Klimawandel in zunehmendem Ausmaß die Existenz der Mittelmeerwälder und Parks durch Waldbrände. Das zeigen die tragischen Ereignisse in 2017 in der Region..

Die Vorträge befassten sich mit den technologischen Prozessen der nachhaltigen Materialwirtschaft in der Industrie.

Die Summer School war gleichzeitig ein Forum offener  Diskussion. So konnten die Professorinnen und Studierenden ein Thema bearbeiten und ein leichteres Verständnis, eine gute Zusammenarbeit und Verständigung war gewährleistet.

Weibliche Kommunikation in der Habsburger Monarchie

"Medien, Orte, Rituale von und unter Frauen. Zur Kulturgeschichte weiblichere Kommunikation in der Habsburger Monarchie", unter diesem Titel fand zwischen Jänner und September 2018 ein gemeinsames Projekt zwischen dem Historischen Institut der ELTE in Budapest und der Abteilung Finno-Urgistik der Universität Wien statt. Ein weiterer Projektpartner aus der Slowakei war ebenfalls involviert.

Die Aktion Österreich - Ungarn förderte das Vorhaben unter der Leitung von Dr. Lilla Krasz.

Das Projekt hatte sich zum Ziel gesetzt, gesellschaftliche Interaktion und die Kommunikationspraxis von Frauen im Habsburgerreich der frühen Neuzeit,  zu untersuchen sowie einen Workshop zur Diskussion durchzuführen. Durch Beteiligte aus den drei Ländern, gab es eine starke Diskussionsrunde. Das Projekt war multilateral angesetzt und kann zwischen Frauengeschichte, Kulturwissenschaften, Wissenschaftsgeschichte und Kommunikationsgeschichte verortet werden.