NACHBARN. Ein österreichisch-tschechisches Geschichtsbuch

Buch © Perzi et al.

Wissenschafter/innen der beiden Länder Österreich und Tschechien haben ein gemeinsames Geschichtsbuch erarbeitet, welches bereits im Buchhandel erhältlich ist.

Es entstand im Auftrag der Ständigen Konferenz der österreichischen und tschechischen Historiker zum gemeinsamen kulturellen Erbe (SKÖTH|SKČRH).

In zwölf Kapiteln erarbeitet dieses Buch die Geschichte der vergangenen zwei Jahrhunderte, in denen man miteinander, nebeneinander oder auch gegeneinander lebte. Beinah 30 Geschichtswissenschaftler/innen ginge der Frage nach der gemeinsamen Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven nach. Sie stellen dabei nicht zwei Nationalgeschichten nebeneinander, sondern zeigen, wie sich Entwicklungen in den beiden Ländern in der Gesellschaft ausgewirkt haben.

Basierend auf historischer Forschung, ergänzt durch die Erkenntnisse aus dem Diskussionsprozess mit der interessierten Öffentlichkeit beider Länder. Das von der Ständigen Konferenz österreichischer und tschechischer Historiker zum gemeinsamen kulturellen Erbe (SKÖTH) initiierte Buch soll zum gegenseitigen Kennenlernen und Verständnis beitragen.

Niklas Perzi, Hildegard Schmoller, Otá Konrád, Václav Šmidrkal (Hg.): NACHBARN. Ein österreichisch-tschechisches Geschichtsbuch. Weitra: Verlag Bibliothek der Provinz, 2019. 27 x 21 cm, 416 S., zahlr. Abb., vierf., graph. Darst., Kt., Hardcover. ISBN: 978-3-99028-817-7.

Projekte

Experimentelle Literatur aus Österreich. Germanistische Tagung an der Westböhmischen Universität

Pfeiferova © Millner
Millner © Millner
Publikum © Millner

Vom 23.5. bis 26.5. fand am Forschungszentrum der Westböhmischen Universität in Pilsen eine germanistische Tagung unter dem Titel "Experimentierräume. Herausforderungen und Tendenzen" statt. Sie wurde vom Lehrstuhl für deutsche Sprache an der Pädagogischen Fakultät und vom Lehrstuhl für Germanistik und Slawistik der Philosophischen Fakultät der Westböhmischen Universität sowie vom Tschechischen GermanistInnenverband (SGCR) veranstaltet. An der Konferenz nahmen mehr als 130 Teilnehmerinnen aus 15 verschiedenen Ländern teil.

Die SGCR-Tagungen bestehen immer aus drei germanistischen Teilbereichen (Linugistik, Literaturwissenschaft, Didaktik). Bei der Konferenz in Pilsen gab es je zwei Sektionen in jedem Teilbereich. Somit wurde die Literaturwissenschaft in eine Österreich-Sektion, die als Projekt durch die Aktion Österreich - Tschechische Republik gefördert wurde, und in eine deutsche/deutschschweizerische Sektion zweigeteilt. Durch die Förderung seitens der Aktion konnten führende LiteraturwissenschafterInnen aus Wien (6) sowie ehemalige tschechische Werfel-Stipendiatinnen (4) bzw. andere Forscherinnen aus der Tschechischen Republik (3) eingeladen werden. Zum Gelingen der Tagung hat auch die AutorInnenlesung von Brigitta Falkner beigetragen, die ebenfalls durch die Aktion gefördert wurde. Aufgrund der BMBWF-Förderung  konnten in der Sektion zur österreichischen experimentellen Literatur weitere neun ehemalige Werfel-Stipendiatinnen aus sechs verschiedenen Ländern ihre Vorträge halten.

Durch diese Ballung wissenschaftlichen Potentials - alle geförderten Teilnehmerinnen sind führende Forschende im Bereich der neueren österreichischen Literatur - wurde unsere Sektion von vielen Kolleginnen als mit Abstand die beste im Rahmen der Tagung bezeichnet.

Der Tagungsband zum literarischen Experiment aus Österreich wird von Dr. Millner, doc. Pfeierova und dr. Scuderi bis Dezember 2019 beim Universitätsverlag in Pilsen herausgegeben. Weitere geförderte WissenschafterInnen werden ihre Beiträge im Tagungsband zur deutschen Literatur (doc. Cornejo, dr. Hrdlickova), zur Linguistik (dr. Kusova) bzw. zur Didaktik (Prof. Faistauer) veröffentlichen.

Beide ProjektpartnerInnen (Mag. Dr. Alexandra Millner und doc. PaedDr. Dana Pfeierova, Ph.D.) ist es gelungen, im Rahmen der Konferenz die Aktion zu bewerben. Dr. Millner hat als Aktion-Projektpartnerin der Westböhmischen Universität die Tagung miteröffnet (siehe das Tagungsprogramm) und sich bei der Aktion für die Förderung bedankt, doc. Pfeiferova, Mag. Jürgen Ehrenmüller und Dr. Kusova haben im Werbeblock vor der AutorInnenlesung anhand ihrer eigenen Projekte das breite Spektrum der Fördermöglichkeiten im Rahmen der Aktion vorgestellt.

Mag. Dr. Alexandra Millner, doc. PaedDr. Dana Pfeierova, Ph.D.

Internationale Data Science Summer School 2018 der Forschungsplattform Data Science @ Uni Wien

Gruppe Data Science © Julian Gruber, Universität Wien
Lehrsaal Data Science © Christian Knoll, Universität Wien
Kahlenberg Data Science © Christian Knoll, Universität Wien

Vom 03. bis 07. September 2018 fand die zweite Internationale Data Science Summer School in Wien statt. Das Projekt ist eine Kooperation der Universität Wien und der Technischen Universität Ostrava (Tschechien). Den 60 TeilnehmerInnen aus über fünf Ländern wurde in spannenden Vorträgen das Thema „Deep Learning and Visual Data Analysis“ von ExpertInnen nähergebracht. Abgerundet wurde die Woche durch gemeinsame Aktivitäten und Social Events, um Wien besser kennen zu lernen und sich zu vernetzen.

Vom 03. bis 07. September 2018 fand die zweite Internationale Data Science Summer School in Wien statt. Das Projekt ist eine Kooperation der Universität Wien und der Technischen Universität Ostrava (Tschechien). Den 60 TeilnehmerInnen aus über fünf Ländern wurde in spannenden Vorträgen das Thema „Deep Learning and Visual Data Analysis“ von ExpertInnen nähergebracht. Abgerundet wurde die Woche durch gemeinsame Aktivitäten und Social Events, um Wien besser kennen zu lernen und sich zu vernetzen. Im vergangenen Jahr (2017) fand die erste Internationale Data Science Summer School in Ostrava (Tschechien) als Kooperation zwischen der Universität Wien und der TU Ostrava statt, dieses Jahr durfte die Forschungsplattform Data Science @ Uni Wien als Gastgeber fungieren. Der Schwerpunkt der Summer School war das Thema „Deep Learning and Visual Data Analysis“, welches durch Vorträge und Workshops von ExpertInnen aus diesem Gebiet vermittelt wurde. Das Ziel der Summer School war es, Studierende, ForscherInnen und ExpertInnen aus über fünf verschiedenen Ländern zusammenzubringen und mit ihnen die aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen im Bereich „Data Science“ zu erkunden. Dabei bekamen die TeilnehmerInnen die Grundlagen von „Deep Neural Networks“ und deren praktische Anwendung vermittelt. Das neuerlangte Wissen konnten die TeilnehmerInnen bei einer eintägigen Coding Challenge unter Beweis stellen. Ziel der Aufgabe war es, freie bzw. belegte Parkplätze anhand von Testdaten (Bildern von Parkplätzen) über ein neuronales Netzwerk zu klassifizieren. Die besten Arbeiten wurden mit Urkunden und Preisen ausgezeichnet. Prinzipien der visuellen Datenanalyse wurden verwendet um einen anfänglichen Überblick über die Daten zu bekommen sowie die Algorithmen effizient zu untersuchen und verbessern.

Zusätzlich zu den Vorträgen wurden jeden Abend Freizeitaktivitäten angeboten, um die Vernetzung zwischen den TeilnehmerInnen zu unterstützen. Diese Aktivitäten umfassten unter anderem gemeinsame Abendessen, eine Führung durch das Hauptgebäude der Universität Wien sowie eine Wanderung durch die Weingärten am Kahlenberg mit anschließendem Abendessen im Heurigen. Nach einer Woche spannender Vorträge, interessanten Diskussionen und gemeinsamen Aktivitäten mit neuen Bekanntschaften ging die zweite Internationale Data Science Summer School mit der Urkundenübergabe zu Ende.

Grenzüberschreitendes Unterrichtspraktikum: Interkulturelles Teamteaching

Sendung © Stütz /PH OOE

Die PH Oberösterreich und die Jihočeská univerzita v Českých Budějovicích fanden in einem interessanten Projekt zum Thema Tandemunterricht zusammen und wurde dabei durch Mittel der Aktion Österreich - Tschechische Republik unterstützt.

Acht Studierende aus Linz und acht Studierende aus Budweis trafen sich im Februar und April 2018 um gemeinsam und voneinander das Unterrichten zu lernen.

Aus dem Abschlussbericht: "Insgesamt kann gesagt werden, dass sich die Tandems heuer ganz besonders sowohl in professioneller als auch in privater Hinsicht zusammengefunden haben, was sich bereits bei der Ankunft der AT Studierenden am Bahnhof in Budweis angedeutet hatte. Innerhalb von wenigen Minuten hatten die Studierenden bereits Tandems gebildet.

Sehr schnell wurden auch bereits die Unterrichtsvorbereitungen im Tandem erfolgreich bewältigt. Das im Lehrerinnen-Alltag so typische Einzelkämpfertum ist rasch einer kompromissbereiten, konstruktiven Zusammenarbeit im Team gewichen. Besonders in der zweiten Phase wurde von den Studierenden zudem festgestellt: "Man weiß, wie der andere reagiert, dass man sich im Unterricht auf den anderen verlassen kann." Die Tatsache, dass man im Tandem arbeitet, "nimmt einem Nervosität, weil man ja noch nicht so viel Erfahrung hat".

Die professionellen Erfahrungen über die als bereichernd empfundene Teamarbeit haben auch emotionale Verbindungen geschaffen: "Ich habe auch eine Freundin gewonnen." Ein ganz besonderer Erfolg des diesjährigen Projekts.

Es entstand auch eine spannende Sendung im PHTV über das Projekt: https://www.dorftv.at/video/29052

Servus Tschechien, ahoj Rakousko! Grazer-Pilsner didaktische Tage in Pilsen

Pilsner Projekttage © Schicker /Stephan Schicker

Mag. Jürgen Ehrenmüller berichtet von einem erfolgreich durchgeführten Projekt der Aktion Österreich - Tschechien:

Die internationalen fachdidaktischen Projekttage fanden von 19.04. bis 22.04.2018 in Pilsen statt. 15 Studierende von der Westböhmischen Universität in Pilsen und 14 Studierende von der Pädagogischen Hochschule Steiermark und der Karl-Franzens-Universität Graz nahmen teil.

Im Spannungsfeld zwischen Deutsch als Erstsprache und Deutsch als Fremdsprache entdeckten sie theoretisch und praktisch Methoden und Verfahren des interkulturellen Lernens, der diskursiven Landeskunde, des kreativen Schreibens und des Peerfeedbacks. Des Weiteren lernten sie deutschsprachige Literatur von tschechischen Autor/innen und Sprachkontakte zwischen dem Tschechischen und dem Deutschen kennen und schärften ihr Bewusstsein für die vielfältigen Verbindungen zwischen Tschechien und Österreich in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Die Projekttage wollten vertiefte Einblicke in das interkulturelle Lernen, das kreative Schreiben und das Peerfeedback sowie deutschsprachige Literatur aus Tschechien geben und das Bewusstsein für die vielfältigen Verbindungen zwischen Tschechien und Österreich schärfen. Dieses Ziel wurde durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis bei den Workshops erreicht. Ein besonderer Fokus lag in diesen auch auf der gemeinsamen Arbeit der tschechischen und der österreichischen Studierenden: Die meisten Aktivitäten waren als Partner- oder Gruppenarbeiten gestaltet, die Raum gaben für gemeinsames Arbeiten und für ein Lernen miteinander und voneinander.

Projektpartner der Projekttage waren die Aktion Österreich – Tschechische Republik, deren Förderung die Durchführung überhaupt erst ermöglichte, Tandem, das für uns den Workshop zur Sprachanimation und die Stadtführung gestaltete und ein Kooperationspartner bei unserer 5. Langen Nacht der kurzen Texte war, sowie der Österreichische Austauschdienst (OeAD), der uns Schreibmaterialien, Blöcke, Kugelschreiber und Bleistifte, zur Verfügung stellte. Weitere Projektpartner im Rahmen unserer in das Projekt eingebundenen 5. Langen Nacht der kurzen Texte waren die Studien- und Wissenschaftsbibliothek der Pilsner Region sowie die Sprachschule Idé.

Eye-Tracking in didaktischen Forschungs- und Handlungsfeldern

eye tracking © Reinhard Bauer /PHW
Tracking live © PHWien /Reinhard Bauer

Im Rahmen des Projektes der Aktion Österreich – Tschechische Republik konnten Forschungsteams der Masaryk-Universität Brünn sowie der Pädagogischen Hochschule Wien ihre Erfahrungen mit mobilen Eye-Tracking-Geräten in didaktischen Forschungsfeldern austauschen sowie Ideen für weitere Projekte und Einsatzmöglichkeiten gewinnen.

Mobile Eye-Tracking-Geräte, sogenannte Eye-Tracking-Brillen, mit denen Blickbewegungsdaten erhoben werden können, sind vor allem in der Usability- und Marktforschung weit verbreitet. Darüber hinaus finden sie aber auch Anwendung in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, so auch vermehrt im Bereich didaktischer Forschung.

Am Institut für Schulforschung/Institut výzkumu školního vzdělávání der Pädagogischen Fakultät der Masaryk-Universität Brünn widmen sich Mgr. Miroslav Janík, Ph.D., Mgr. Eva Minaříková, Ph.D. und Mgr. Zuzana Šmideková Fragestellungen zur professionellen Wahrnehmung von Lehrpersonen im Fremdsprachenunterricht Englisch an tschechischen Schulen. Am Institut für übergreifende Bildungsschwerpunkte der Pädagogischen Hochschule Wien stehen für Christian Aspalter, Reinhard Bauer, Sandra Reitbrecht und Erich Schönbächler Fragen zu Recherchestrategien von Schüler/inne/n in verschiedenen Medien (z.B. Tablet, Schulbuch, Lexikon) im Zentrum des Forschungsinteresses. Die Blickbewegungsdaten geben dabei Einblicke in das konkrete Vorgehen der Schüler/inne/n beim Bearbeiten eines Rechercheauftrags. Ziel des Projekts war es, die Vernetzung der zwei Forschungsteams zu fördern sowie einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen. Während der Projektlaufzeit (1. Februar 2018 bis 30. Juni 2018) konnten dafür zwei Projekttreffen in Brünn und Wien abgehalten werden, die sich konkret Fragen und Herausforderungen der Datenerhebung mit mobilen Eye-Tracking-Geräten sowie der Datenauswertung widmeten.

Über die Projekttreffen hinaus konnte der Austausch über eine interaktive Plattform organisiert werden. Zudem ermöglichte die Kooperation auch die Diskussion weiterführender Ideen zum Einsatz von Eye-Tracking-Videodaten in didaktischen Handlungsfeldern sowie in der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrenden.

Bericht von Dr. Sandra Reitbrecht, PH Wien

Grenzen – Kooperationen – Partnerschaften am Beispiel des Wandels in Wirtschaft, Wissenschaft und Alltagskultur

Gruppenfoto mit Studierenden der Masaryk Universität für der Büste von Masaryk im Arkadenhof der Universität Wien © 2016 /Heintel
Tschechischen Botschaft in Wien (von links nach rechts: Prof. Milan Jeřábek, Prof. Norbert Weixlbaumer, Botschafter Jan Sechter, Prof. Martin Heintel) © 2016 /Heintel
Österreichische und tschechische Studierende, gemeinsam mit den Projektleitern in Lednice © 2016 /Heintel

"Grenzen – Kooperationen – Partnerschaften am Beispiel des Wandels in Wirtschaft, Wissenschaft und Alltagskultur" – so lautete das Folgeprojekt, das im Rahmen der Aktion Österreich – Tschechische Republik im Jahr 2017 anschließend an das ebenso von der Aktion finanzierte Projekt (Laufzeit 2015-2016) „Transformation des Grenzraumes am Beispiel einer niederösterreichisch-südmährischen Region“ in Kooperation mit der Masaryk-Universität in Brünn sowie der Mendel-Universität Brünn durchgeführt wurde.

Neben den schon in den Titeln angesprochenen Thematiken handelte es sich um ein hochschuldidaktisches Projekt, im Rahmen dessen zwischen dem Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien sowie der Masaryk Universität in Brünn bilateral sieben gemeinsame Lehrveranstaltungen durchgeführt wurden und etwa 200 Studierende von beiden Seiten der Grenze involviert waren. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Folge des Falles des Eisernen Vorhanges sowie der EU-Erweiterungsphasen war vielerorts geprägt durch anfängliche Euphorie, folgender Ernüchterung und schließlich einsetzenden Pragmatismus. Letzterer bildet nun aktuell die Grundlage für die Ausgestaltung möglicher Kooperationsformen und die Basis für die dargestellten Untersuchungen. Die beiden Projekte orientierten sich, ausgehend von der historisch-politischen Entwicklung dieser spezifischen Peripherie der Nachbarstaaten Tschechien und Österreich, an den jüngsten Transformationen und deren Wahrnehmungen. Initiiert durch den Fall des Eisernen Vorhanges im Jahre 1989 und den Beitritten Österreichs und Tschechiens in die Europäische Union – 1995 bzw. 2004 – sind neue Entwicklungsimpulse für die Region entstanden. Durch Befragungen von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie politischen Akteuren sollte unter anderem herausgefunden werden, wie diese neue Situation wahrgenommen und genutzt wurde.

Das Projekt hatte als übergeordnetes Ziel, einzuschätzen, wie die heutigen sozioökonomischen Gegebenheiten und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit vor dem Hintergrund der historisch-politischen Ereignisse im Grenzgebiet ausgestaltet sind. Die Erhebungen wurden von tschechischen und österreichischen Lehrenden wie Studierenden im Rahmen mehrerer Lehrveranstaltungsformate bilateral und gemeinsam durchgeführt. Knapp zusammengefasst lässt sich sagen, dass trotz geringer gemeinsamer Sprachbasis, unterschiedlicher politischer Konstellationen und Mentalitäten sowie geringer Kenntnis bestehender grenzüberschreitender Projekte die Einstellungen gegenüber dem jeweiligen Nachbarn positiv sind, und das Interesse an Kooperationen lebendig ist. Die Erwartungshaltungen für die Zukunft liegen generell in einer Verbesserung von Kooperation und Lebensqualität. Dazu können Kooperationsformen sowohl wirtschaftspolitisch, institutionell sowie auf mental-symbolischer Ebene im Kontext einer Cross-Border Governance einen handlungsleitenden Beitrag leisten.

Literatur zum Projekt: Heintel, M., Jeřábek, M. und Weixlbaumer. N. (2018): Programmatik grenzüberschreitender Zusammenarbeit und hochschuldidaktische Handlungsfelder im österreichisch-tschechischen Grenzraum: eine Projektreflexion. In: Heintel, M., Musil, R. und Weixlbaumer, N. (Hrsg.) (2018): Grenzen; Theoretische, konzeptionelle und praxisbezogene Fragestellungen zu Grenzen und deren Überschreitungen, S. 419-443, Springer (= RaumFragen: Stadt – Region – Landschaft) [DOI 10.1007/978-3-658-18433-9_19] [vgl. https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-18433-9_19].

Ing. Helena Hanžlová
Geschäftsführung der Aktion

+42 0 221 850 100
www.dzs.cz/de/aktion-osterreich-tschechische-republik/