Alumni-Porträts

Attila Toth

Portrait Toth © Attila Toth

Gastwissenschaftler der „Grünen Infrastruktur“ am ILAP: Attila Tóth von der Slovenská poľnohospodárska univerzita v Nitre (Slowakischen Landwirtschaftlichen Universität Nitra), forscht für 6 Monate als Gastwissenschaftler am Institut für Landschaftsplanung an der Universität für Bodenkultur Wien.

Als Stipendien-Inhaber des Stipendiums der Aktion Österreich-Slowakei für Postdoktoranden ist Attila Tóth derzeit zu seinem Forschungsthema Planung und Umsetzung der Grünen Infrastruktur in österreichischen Städten am Institut für Landschaftsplanung tätig. Der Forschungsaufenthalt wird vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung finanziert und vom Zentrum für Internationale Kooperation und Mobilität des Österreichischen Austauschdienstes (OeAD) verliehen. Die akademische Betreuerin des Projektes ist Doris Damyanovic (ILAP).

Attila Tóth, Doris Damyanovic und Florian Reinwald haben gemeinsam ein Forschungsteam gebildet. Bearbeitet wird die Frage, wie die EU-Strategie für Grüne Infrastruktur in österreichischen Städten angenommen, integriert und umgesetzt wird. Als Fallbeispiele werden die fünf größten Städte Österreichs (Wien, Graz, Linz, Salzburg, und Innsbruck) näher untersucht. Der Forschungsaufenthalt knüpft an die aktuellen Projekte am ILAP an – „Grüne und resiliente Stadt – Steuerungs- und Planungsinstrumente für eine klimasensible Stadtentwicklung (green.resilient.city)” und “Biotop City – Bauanleitung für die grüne Stadt der Zukunft (BCB)”welche dort bis 2020 durchgeführt werden.

Attila Tóth hat Landschaftsarchitektur, Landschaftsplanung und Raumplanung in der Slowakei (SPU Nitra) und in Österreich (BOKU, TU Wien) studiert. Er arbeitet als Assistent-Professor für Landschaftsarchitektur an der Slowakischen Landwirtschaftlichen Universität in Nitra (Slowakei) und als Gastprofessor für Landschaftsarchitektur an der Universität in Novi Sad (Serbien). Sein Forschungsschwerpunkt ist die Planung und Umsetzung der Grünen Infrastruktur im städtischen und ländlichen Raum. Er ist Vorsitzender des LE:NOTRE Instituts und hat bereits Forschungsaufenthalte in Deutschland (RWTH Aachen), Neuseeland (SCION; University of Canterbury), Österreich (TU Wien) und Spanien (Universitat Politècnica de Catalunya) durchgeführt. Die bedeutendsten internationalen Auszeichnungen seiner bisherigen Tätigkeit sind der Green Talents Award, zwei ECLAS Awards, das Ernst-Mach Stipendium, der BMW Preis für Nachhaltigkeit und Innovationen.

Viktor Pal

Habsburg © Pixabay

Dr. Viktor Pal forscht aktuell im Rahmen eines Forschungsstipendiums der Aktion für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden der Aktion Österreich - Slowakei an der Slowakischen Akademie der Wissenschaften.

Er wird für ein halbes Jahr zum Thema "Environmental Consequences of the Forest Industry in Slovakia in the Longb Nineteenth Century. Economic and Environmental Changes in the Context of the Habsburg Empire" forschen.

Dr. Pal schloss sein Doktoratsstudium Geschichte an der University of Tampere in Finnland ab und unterrichtete zum Zeitpunkt der Bewerbung Teilzeit an der Wirtschaftsuniversität in Wien.

Seine aktuelle Forschung führt ihn in erster Linie durch die Archive in Bratislava.

Ziel der Forschung ist die Erkenntnis, wie sich die wirtschaftlichen Veränderungen in der Slowakei auf andere Teile des Habsburgerreiches im langen 19. Jahrhundert ausgewirkt haben. Speziell, wie die vom Menschen verursachten Umweltveränderungen in der Slowakei mit denen in anderen Teilen und Provinzen des Habsburgerreiches zusammenhängen.

Julia Unger

EEG © Pixabay

"Brain-computer interface with robot-assisted training for rehabilitation" war der Titel der Forschung von Frau Dr. Julia Unger, die an der Slowakischen Akademie der Wissenschaften in Bratislava ihren Stipendienaufenthalt verbrachte. Sie schloss sich dabei einer Forschungsgruppe von Dr. Roman Rosipal an, die bereits in diesem Gebiet aktiv war und erhielt dafür ein Forschungsstipendium der Aktion für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden der Aktion Österreich - Slowakei.

Dabei lernte sie, wie EEG-Messungen und Experimente durchgeführt werden, wie man Daten aufzeichnet, verarbeitet und interpretiert und die verschiedenen EEG-Atome herausfiltert (elementare rhythmische EEG-Komponenten, die mit der motorischen Aktivierung und Ausführung verbunden sind).

Das Hauptziel des Projekts war die Verbesserung der motorischen Erholung bei Patientinnen und Patienten nach einem Schlaganfall, indem das Brain Computer Interface mit robotergestütztem Training an das komplexe Zusammenspiel der ermittelten neurophysiologischen Komponenten motorischer Funktionen angepasst wird. Da bereits wichtige neurophysiologische Korrelate der motorischen Kontrolle während der Mirror-Box-Experimente gefunden wurden, bestand die Aufgabe darin, sie in eine naturalistische Beziehung zueinander zu bringen und den Patienten darin zu trainieren, ein komplexes motorisches Hirnwellenmuster zu aktivieren.

Frau Dr. Unger ist heute an der Akademie der Wissenschaften in Wien am Österreichischen Archäologischen Institut beschäftigt.

Jana Laslavikova

Jana Laslavikova © Laslavikova

"Eine der besten Erfahrung in meiner wissenschaftlichen Karriere..."

Frau Laslavikova erhielt drei Mal ein Stipendium der Aktion Österreich - Slowakei und war insgesamt 13 Monate zu Forschungszwecken in Österreich.

"Mein Stipendienaufenthalt am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte in Wien war eine der besten Erfahrung in meiner wissenschaftlichen Karriere. Unter den Kollegen befanden sich ausgezeichnete Theaterhistoriker wie Dr. Andrea Sommer-Mathis und Dr. Elisabeth Grossegger, mit denen ich regelmäßig konsultiert habe. Sie wussten mir helfen sowohl mit der Auswahl der Fachliteratur zur Grundlageforschung, besonders wichtig für die Auswertung und Interpretation der Forschungsergebnisse. Zusammen mit ihnen habe ich die Struktur meiner Monografie festgelegt, weiter die bisherige Ergebnisse zur Geschichte des Pressburger Stadttheaters mit den Ergebnissen der wissenschaftlichen theaterhistorischen Arbeiten in Wien verglichen. Und schlussendlich wussten sie mir helfen mit der Vernetzung mit den anderen Kollegen sowohl aus ihrem Institut – besonders mit den Historikern Dr. Heidemarie Uhl und Dr. Johannes Feichtlinger, die mit der Theorie der kollektiven Kulturgedächtnis arbeiten, die sehr wichtig ist, wenn man die historische und politische Situation von der Stadt Pressburg verstehen will, als auch aus den anderen wichtigen Wiener Musik- und Theaterforschungsinstitutionen."

"Eines der größten Ziele des Stipendienaufenthaltes in Wien war die Vorbereitung der Publikation der Monographie über das Pressburger Stadttheater, die sich mit der Wirkung der deutschen Theaterdirektoren Max Kmentt und Emanuel Raul und ihren Theatergesellschaften in Jahren 1886-1900 beschäftigen wird. Dank der Wiener Fachbibliotheken konnte ich die Daten über die deutschen und österreichischen Künstler zusammenfassen, die entweder Mitglieder der Theatergesellschaften waren oder in Pressburg gastiert haben. Die Daten lieferten mir auch die Fachbibliotheken in Graz und Salzburg. Weiter habe ich das nötige Bildmaterial erworben, um die Theatervorstellungen in der Monografie zu demonstrieren. Weiter habe ich die Daten in der Datenbasis des täglichen Spielplanes überprüfen können und die Zahl der Einträge erweitern können."

Weitere Informationen

Andreas Ebner

Ebner © Ebner

Leiter Arbeitsgruppe Molekulare Biosensorik an der Johannes Kepler Universität in Linz

Stellvertretender Leiter Abteilung für Angewandte Experimentelle Biophysik

Herr Assoc. Univ.-Prof. Dr. Andreas Ebner forschte im Rahmen eines Forschungsstipendiums der Aktion für Postdoktorandinnen und Postdoktoranden der Aktion Österreich - Slowakei für drei Monate in Bratislava zum Thema "QCM and AFM measuremnts of biofunctional gold films"

Ziel seiner Forschungseinheit ist es, molekulare Erkennungsprozesse zu untersuchen, die in Biologie, Physiologie und Medizin eine zentrale Rolle spielen. Dafür werden drei verschiedene Schlüsseltechniken verwendet: Rasterkraftmikroskopie (AFM), Quarzkristall-Mikrowaage (QCM) und Oberflächenplasmonresonanz (SPR).

Weitere Informationen

Mgr. Michal Fedak
Geschäftsführung der Aktion

+42 1 2 5930 4700
www.saia.sk